Warum vegan? Gründe, weshalb ich mich vegan ernähre

Warum vegan? Gründe, weshalb ich mich vegan ernähre

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Warum vegan?
Mein Weg zu einer rein pflanzlichen Ernährung 


Teil 2: gesundheitliche Gründe

Nachdem ich euch bereits über die ethischen Gründe meiner Ernährungsumstellung berichtet habe, folgt nun der zweite Teil, in dem es um die gesundheitlichen Aspekte geht.

Wie bereits im ersten Teil erwähnt, war ich viele Jahre vegetarisch, bevor ich dann komplett auf vegan umgestellt habe.

Ich hatte allerdings auch eine vegane Phase zwischendurch, die allerdings nur 3 Monate anhielt.
Das ist bereits einige Jahre her, aber selbst in der kurzen Zeit sind mir positive Veränderungen aufgefallen, die damals anscheinend trotzdem nicht ausgereicht haben, meine Ernährung auf eine rein Pflanzliche umzustellen.

Jedenfalls hatte ich viele Jahre (um genau zu sein bis ich meine Ernährung dann letztendlich radikal umgestellt habe) starke Reizdarmprobleme.

Besonders nach dem Verzehr überbackener Speisen, war es besonders schlimm.

Auch heute vertrage ich extrem fettiges Essen nicht besonders gut, habe aber ansonsten kaum noch Beschwerden (es sei denn ich habe extremen Stress, das ist aber ein anderes Thema).

Als ich mischköstlich und auch als ich vegetarisch war, war dies allerdings ein wirkliches Problem für mich und ich fühlte mich dadurch auch oft eingeschränkt.

Ich aß damals gerne Käse und mit Vorliebe beispielsweise auch Nudeln oder Pizza mit einer extra Portion Käse überbacken.

Aber auch Joghurt und Quark standen täglich auf meinem Speiseplan, bevor ich mich mit dem Thema der veganen Ernährung befasst habe.

Durch den hohen Konsum an Milchprodukten waren die Reizdarmprobleme bei mir damals besonders stark.

So hatte ich oftmals schon bevor ich mich zum Pizzaessen mit Freunden verabredete die „Angst“ wie mein Darm darauf reagieren würde nach dem Essen.

All diese Probleme sind seit meiner Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung so gut wie weggeblasen.
Lediglich bei sehr fettigen Gerichten, besonders frittierten Gerichten, kommt es hin und wieder vor, dass es mir danach nicht so gut geht.

Deswegen meide ich sowas aber auch so gut es geht.

Aber nicht nur das.

Nach wenigen Monaten merkte ich, dass ich mich im Allgemeinen einfach fitter und energiegeladener fühlte.

Ich war nicht mehr so oft müde und habe mich im Allgemeinen einfach „gesünder“ gefühlt.

Da ich plötzlich auf Milchprodukte verzichtete, standen bei mir natürlich auch noch mehr Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte auf dem Speiseplan.

Das heißt jede Menge Ballaststoffe, die meinem Darm sehr sehr gut taten und nach wie vor tun.

Gewichtsprobleme hatte ich zum Glück noch nie, aber ich kenne auch einige Veganer, die seit der Umstellung stark an Gewicht verloren haben. Und das ohne Verzicht auf leckeres Essen und ohne Kalorienzählen, sondern einfach durch die Umstellung auf eine vollwertige pflanzliche Kost!

Generell ist es nämlich so, dass pflanzliche Lebensmittel eine höhere Nährstoffdichte bei gleichzeitig geringerer Energiedichte besitzen als tierische Lebensmittel.

Folglich kann man als Veganer, wenn man sich ausgewogen und vollwertig ernährt, mehr Volumen essen bei gleicher oder niedriger Kalorienanzahl als ein Vegetarier oder gar Mischköstler.

Abgesehen davon ist die vegane Ernährung so unfassbar vielseitig und lecker. 

Veganer haben im Durchschnitt auch einen niedrigeren BMI als Mischköstler – sind also generell schlanker und leiden seltener an Adipositas.

Es ist wirklich schade, dass viele Menschen, immer nur an Salatblätter denken, wenn sie „vegan“ hören.

Denn man entdeckt so viele tolle neue Lebensmittel und Gerichte, wenn man sich mit der pflanzlichen Ernährung beschäftigt.

Wenn wir aber wieder auf die gesundheitlichen Aspekte im Allgemeinen schauen, gibt es unzählige positive Effekte, die eine rein pflanzliche Ernährung auf unsere Gesundheit haben kann.

Davon möchte ich gerne ein paar mit euch teilen.

Das Risiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten wird durch eine vegane Ernährung stark gesenkt.

Es ist ja kein Geheimnis, dass ein hoher Fleischkonsum als gesundheitlich bedenklich angesehen wird.

Die WHO stufte verarbeitetes Fleisch übrigens als krebserregend in die Gruppe 1 ein!

Das bedeutet, dass es zahlreiche Studien gibt, die belegen, dass der Verzehr von Wurst, Schinken etc. Krebs verursachen kann.

Aber auch rotes Fleisch wird als krebserregend eingestuft.

Das heißt natürlich nicht, dass Veganer nicht an Krebs sterben können, aber das Risiko wird enorm gesenkt und man kann durch seine Ernährung so viel mehr bewirken als man denkt!

Kommen wir nun zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland:

Der Herzinfarkt oder der Schlaganfall!

Beides hängt mit zu hohen Cholesterinwerten zusammen.

Woher kommen hohe Cholesterinwerte? Durch den Verzehr tierischer Lebensmittel bzw. tierischer Fette. 

Viele pflanzliche Lebensmittel haben dagegen einen cholesterinsenkenden Effekt.

Wieso eine ausgewogene, pflanzliche Ernährung auch hier weitaus gesünder ist, brauche ich glaube ich folglich nicht näher zu erläutern.

Was ist nun aber mit Milchprodukten?

In der TV Werbung wird doch die Kuhmilch immer als besonders gesund angepriesen, vor allem auch in Bezug auf Kinder.

(„Mit einer extra Portion Milch“ – ganz toll, kann ich da nur sagen…)
Ich empfinde es dramatisch, dass suggeriert wird, Milchprodukte seien „gut“ für unsere Gesundheit und ich kann nicht nachvollziehen, wieso sich im Jahre 2021 in Deutschland dahingehend noch nichts geändert hat.

In Kanada beispielsweise wurde die Milch im Jahre 2019 übrigens aus der Ernährungspyramide verbannt.

Dort wird etwas weiter gedacht und eventuell hat die Milchindustrie dort keine so große Macht wie hier in Deutschland. Denn wo Macht ist, ist auch Geld. Und wer Geld hat kann beeinflussen. Darüber sollte man sich Gedanken machen!

Denn die Menschen beschäftigen sich zum Großteil nicht mit ihrer Ernährung und glauben das, was ihnen vorgegaukelt wird…
Das ist allerdings ein anderes Thema!

Es gibt viele Studien, die besagen, dass Milchprodukte das Risiko für Prostatakrebs erhöhen.

Ebenso besagen einige Studien, dass bereits ein halbes Glas Kuhmilch täglich das Brustkrebsrisiko bei Frauen um 30% erhöht!

Außerdem haben Veganer/innen das geringste Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken!

Ich könnte jetzt etliche solcher Dinge aufzählen, das würde allerdings den Rahmen sprengen.

Ich will hier lediglich darauf aufmerksam machen, dass eine gut geplante, vollwertige und pflanzliche Ernährung das Beste ist, was ihr eurem Körper zuführen könnt.

Übrigens ist eine vegane Ernährung auch in allen Lebensphasen geeignet.

Egal ob bei Kindern, Jugendlichen oder auch in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit.

Auch ich habe eine gesunde und kräftige Tochter zur Welt gebracht und habe mich in der Schwangerschaft und danach natürlich auch vegan ernährt!

Meine Tochter bekommt täglich ihre veganen Mahlzeiten und entwickelt sich prächtig. Sie ist sogar größer und kräftiger als einige „mischköstliche“ Mädchen in ihrem Alter.

Was ich ziemlich witzig finde, denn mir wurde in der Schwangerschaft ja gesagt, dass die Babys veganer Mütter meistens viel kleiner seien als die „normaler“ Mütter.
Alleine solcher Aussagen wegen möchte ich mit meinem Blog aufklären.
Denn da steckt vieles drin, viel Unsinn und vor allem sehr viel Unwissen.

Ich werde aber zu dem Thema vegane Schwangerschaft einen separaten Blogbeitrag veröffentlichen.

So, ich denke ich habe hier mehr als genug Gründe aufgelistet, die auch die gesundheitlich positiven Aspekte einer rein pflanzlichen Ernährung unterstreichen.

Was ich hier aber nochmal klar stellen möchte: Auch eine vegane Ernährung ist nicht automatisch gesund!
Wer sich nur von Ersatzprodukten und veganem Fast Food ernährt, ist natürlich nährstofftechnisch mehr als unterversorgt!
Wenn ich von einer gesunden, veganen Ernährung spreche, meine ich damit eine ausgewogene, abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten!

Und ganz wichtig: Supplementierung von Vitamin B12 und Vitamin D3! 

Wenn Vitamin B12 als Veganer/in nicht supplementiert wird, kann es zu irreversiblen Schäden kommen! Also bitte unbedingt darauf achten und bei Unsicherheiten immer an einen Arzt oder an eine Ernährungsberatung wenden!

warum vegan

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