Intuitiv essen – Mein Weg zum entspannten Umgang mit dem Thema Essen

Intuitiv essen – Mein Weg zum entspannten Umgang mit dem Thema Essen

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Intuitiv essen – vom zu wenig essen bis hin zu Fressattacken – wie ich es geschafft habe stressfrei mit dem Thema Essen umzugehen

Ja, das Thema Essen ist für viele, besonders aber für Frauen, ein sensibles Thema.

Auch für mich war es jahrelang mit Kopfstress verbunden.

Ich war zwar nie übergewichtig oder hatte starke Gewichtsprobleme aber trotzdem war das Essen immer ein großes Thema für mich.

Als ich noch ein Teenager war, hatte ich leider kein großes Selbstbewusstsein, was ich nach außen hin gut kaschieren konnte.

Ich habe bereits mit 15 die ersten Diäten ausprobiert.
So habe ich beispielsweise nur eine Mahlzeit am Tag gegessen und in der Schule „gehungert“ damit ich das nach meinen Vorstellungen „Idealgewicht“ erreiche.

Oder ich habe mir strikt Lebensmittel, wie beispielsweise Schokolade, verboten.

Dann gab es eine Zeit, da war ich ca. 19 Jahre alt, bin gerade in meine erste eigene Wohnung gezogen und habe ich mich alles andere als gesund ernährt.

Fertigpizza, Pommes, Fettige Nudelgerichte und Süßigkeiten standen täglich auf dem Speiseplan.

Und obwohl ich zu der Zeit auch nicht dick war, hatte ich doch mein bisheriges Höchstgewicht zu dieser Zeit erreicht und mich auch sehr unwohl gefühlt.

1, 2 Jahre später hat sich das ungesunde Essen aber langsam wieder zu einem etwas gesünderen Speiseplan gewandelt und so purzelten auch wieder die Pfunde.
Seit dieser Zeit, halte ich auch mein Gewicht im Großen und Ganzen.

Ich fing dann also mit Anfang 20 an mich mit dem Thema gesunde Ernährung zu beschäftigen und wurde dann schließlich zur Vegetarierin, ersetzte Kuhmilch durch Soja- oder Hafermilch und achtete auf eine nach damaligen Vorstellungen „gesunde Ernährung“.

Gleichzeitig fing ich mit Krafttraining an und merkte so schnell wie sehr sich mein Körper dadurch veränderte.

Das Ganze nahm bei mir irgendwann allerdings Übermaß an.
Denn je weniger ich wog, desto schöner fand ich mich und so aß ich eine längere Zeit aus heutiger Sicht viel zu wenig, aß mich meistens nicht richtig satt und wurde immer dünner.

Lebensmittel wie Schokolade, Kuchen oder sonstiges versuchte ich zu vermeiden und wenn ich auf einem Geburtstag eingeladen war, musste ich oftmals vorher eine Runde joggen gehen für mein „Gewissen“.

Vielleicht erkennen sich die ein oder der andere in meinen Worten selbst wieder.

Auch wenn ich mich zum Essen verabredete, versuchte ich den Rest vom Tag so wenig wie möglich zu essen.

Sowas würde mir heute im Traum nicht mehr einfallen!

Da ich natürlich auch meine Gelüste auf Schokolade & Co. zum Großteil verdrängt habe, kam es dann immer wieder zu Fressattacken.

Wenn ich solche Attacken hatte (die hatte ich alle paar Wochen) aß ich gefühlt alles, was ich in der Wohnung hatte (z.B. eine große Tüte Schokobons, 1 – 2 Becher Eis, Gummibärchen, Chips, Pizza & Co. Innerhalb einer halben Stunde)

Also tausende Kalorien in kürzester Zeit, bis mir unfassbar übel war und ich mich einfach nur hasste.

Ich übergab mich zum Glück nie, habe mich aber vor mir selbst geekelt an solchen Tagen.

Danach konnte ich meistens 1 – 2 Tage kaum was essen, weshalb man mir diese Fressattacken auch nie angesehen hat.

Auch das Thema Kalorienzählen hat mich jahrelang begleitet.

Egal was ich gegessen habe, im Kopf hatte ich direkt den Kalorienrechner an.

Deswegen bin ich auch davon mittlerweile ganz weg und würde auch niemandem empfehlen damit anzufangen.

Kalorien zu zählen, kann bei vielen Menschen ganz schnell einen Riesen Stress im Kopf verursachen.

Besser ist es, sich einfach vollwertig und gesund zu ernähren und sich auch mal etwas Ungesundes zu gönnen.

Dann muss man sich auch über Kalorien keine Gedanken mehr machen!

Wenn ich heute darüber nachdenke, finde ich es einfach nur traurig, dass ich mir so einen Stress gemacht habe und nicht einfach mehr genossen habe.

Irgendwann wurde mir allerdings klar, dass es so nicht weitergehen kann.

Ich fing also an ordentliche Portionen zu den Hauptmahlzeiten zu essen.

Natürlich achtete ich auf eine größtenteils gesunde Ernährung aber auch wenn es mal einen Tag nur Fertiggerichte gab, machte ich mir keinen großen Kopf mehr darüber.


Der Schlüssel war für mich definitiv das „satt essen“.

Solange ich genug und relativ ausgewogen aß, hatte ich auch keine krassen Heißhungerattacken mehr.

Als ich dann auf vegan umgestellt habe, wurde es noch einfacher.

Ich lernte so viele neue Lebensmittel, Rezepte und Kombinationen kennen, hatte wieder Spaß am Kochen und Backen und vor allem, wurde Essen zu einer Leidenschaft und nicht mehr zu einem Problem.

Auch heute habe ich einen sehr entspannten Umgang mit Essen.

Dadurch, dass ich mich überwiegend gesund ernähre und auch wirklich immer satt esse, verspüre ich keine krassen Heißhungerattacken mehr.

Natürlich habe ich auch mal Lust auf Eis oder Schokolade. Der Unterschied zu früher ist aber, dass ich mir auch dann etwas gönne, wenn ich die Lust darauf verspüre.
Denn ich habe gelernt, je mehr ich mir verbiete, desto mehr Gedanken kreisen sich um dieses Lebensmittel.
Wenn ich beispielsweise Lust auf ein Eis habe, mir aber stattdessen Joghurt mit Obst zubereite, verschwindet diese Lust auf Eis nicht einfach so.

Ich bin erst dann zufrieden, wenn ich mein Eis gegessen habe und esse es aus diesem Grund auch mittlerweile direkt anstatt tausend „gesündere“ Alternativen zu essen und im Endeffekt dann doch zum Eis zu greifen.

Ich habe eins gelernt:

Ich muss mich satt essen

Ich darf mir auch ungesunde Lebensmittel gönnen – ohne schlechtes Gewissen!

Wenn ich Lust auf Schokolade & Co. habe, esse ich es auch und versuche nicht stattdessen etwas „gesünderes“ zu essen

Verbote bringen überhaupt nix

Es ist ok auch mal einen Tag nicht vollwertig und gesund zu essen

Ich muss keinen Sport machen um mir ein oder zwei Stücke Kuchen zu erlauben

Ich muss auf meinen Körper hören

Und soll ich euch was sagen?

Seitdem ich einfach esse was und wieviel ich will, habe ich kein Gramm zugenommen, ganz im Gegenteil.

Ich habe das Gefühl, je mehr Stress man sich damit macht, desto eher nimmt man zu.

Je gelassener man ist und sich auch mal Dinge gönnt, desto weniger Heißhungerattacken hat man.

Selbst nach meiner Schwangerschaft, fühle ich mich heute sehr wohl in meinem Körper und bin meistens wirklich zufrieden mit mir!
Und auch mein Kopf ist einfach freier was das Thema Essen angeht.

Ich höre auf mein Hungergefühl, gönne mir Leckereien und achte auf eine gesunde Balance.

Mein Stoffwechsel, mein Wohlbefinden und mein Kopf danken es mir!

intuitiv essen

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Aus welchen gesundheitlichen Gründen ich meine Ernährung auf vegan umgestellt haben erfährst du hier!

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